St. Maria Magdalena Kirche Kirchleus

Kirche St. Maria-Magdalena in Kirchleus
Bildrechte KG Kirchleus
Altar St. Maria-Magdalena-Kirche Kirchleus
Bildrechte Holger Goller

Vor dem Jahr 1249 war in Kirchleus eine Kirche gebaut worden; darauf verweist die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als „Kerleuß" aus jenem Jahn Seit 1528 ist die Kirchengemeinde evangelisch und sie blieb es auch in den schweren Zeiten von Gegenreformation und Dreißigjährigem Krieg.
Die heutige Kirche St Maria Magdalena ist die dritte Kirche an diesem Ort und wurde von 1774 bis 1776 von der Kirchengemeinde und Pfarrer Kapp anstelle eines mittelalterlichen Gotteshauses im Rokkokostil erbaut.
Der Kirchturm bekam von 1770 bis 1772 seine jetzige Gestalt Die schöne Stuckdecke wird dem Hofstukkateur Rudolf Albini zugeschrieben; der Schöpfer des Kanzelaltars ist unbekannt.
Besonders sehenswert ist der Taufstein, aus dem Jahre 1581. Auf ihm sehen Sie eine der ersten Darstellungen eines evangelischen Pfarrers. Der Taufstein wurde von dem renommierten Kulmbacher Bildhauer und Maler Wolf Keller geschaffen.
Aus dem Jahre 1754 stammt der Epistelstuhl (= das Lesepult).
Die Orgel wurde im Jahr 1889 erworben.
1979 erfolgte die Innenrenovierung der St. Maria-Magdalena-Kirche. 1997 wurde eine Außenrenovierung mit Fassade und Dach durchgeführt
Im fränkischen Raum können Sie oft in evangelischen Kirchen „Kanzelaltäre" (= Kanzel über dem Altar) finden. Im Protestantischen ist dies eine Ausdrucksform dafür, dass das Hören und Verstehen des Wortes Gottes genauso wichtig ist wie die liturgischen Handlungen. Deshalb ist beides auf einen Blick zu sehen.
Schauen Sie bitte auf das Zentrum unseres Gotteshaus: 
Sie sehen vorne den Taufstein als ersten Schritt des Glaubens.
Dann folgt der Altar, darauf Bibel und Kreuz mit dem Gekreuzigten. 
Dies sind Zeichen Gottes in dieser Welt:
- in der Bibel, die Geschichte Gottes mit den Menschen;
- das Kreuz mit dem Gekreuzigten als Zeichen des Leidens Gottes an dieser Welt, auch des Leidens der Menschen, das zu Gott gebracht ist.
In der gleichen Linie darüber ist die Kanzel. Dort soll das Wort Gottes jeweils neu gepredigt werden. Dort soll davon die Rede sein, wie Gott heute und jetzt den Menschen begegnet, die hier versammelt sind.
Über der Kanzel ist der Auferstandene zu sehen, der das Kreuz hält, das er überwunden hat: „ Tod, wo ist Dein Stachel - Hölle, wo ist Dein Sieg!"
Darüber das Symbol für Gott, von dem alle Kraft ausgeht und auf den alles hinweist Um Ihn zu verkündigen ist Christus gekommen, zu Ihm geht der Auferstandene.
„Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit"